Tödi / Piz Russein

3'612m

Den Tödi kann man von unterschiedlichen Seiten besteigen. Ich beschränke mich hier auf die meistbegangene und wohl die am wenigsten anspruchsvolle Route.

Übrigens: Den Gipfel des Tödi kannst du überhaupt nicht erreichen, denn was viele nicht wissen; das Gebirgsmassiv trägt den Namen Tödi, die Gipfel sind dann der Piz Russein (höchster und meist begangener Gipfel) und der Glarner Tödi. Diese beide Punkte liegen relativ nahe beisammen und können bei der selben Tour erreicht werden.

Mein Ausgangspunkt liegt in Linthtal - besser gesagt im Tierfehd. Bis hier hin kommst du mit dem eigenen Auto oder den öffentlichen Verkehrsmitteln. Mit dem Alpintaxi (079 297 55 55) welches man mindestens 24h im Voraus bestellt kommt man vom Bahnhof Linthal bis zum Hintersand.

Um zeitlich unabhängig zu sein, gibt's noch die Möglichkeit, ab Tierfehd mit dem Bike bis ins Hintersand zu fahren - dies ist meine bevorzugte Variante.

Der Wanderweg startet hier mit einem abwechslungsreichen Aufstieg bis zur SAC Fridolinshütte.

 

Nach der Hütte erreichst du schon bald die ersten Ausläufer des Bifertenfirn, welchen du auf der rechten Seite hochsteigst. Immer ein wenig mehr rechts haltend - am Besten den bestehenden Wegspuren folgend erreichst du 3200m, wo du nach Norden abzweigst und dann im steileren Gelände im Zickzack die letzten Höhenmeter bis zur Schulter erklimmst. Auf dieser Schulter dann noch nach Westen, bevor du fast von Norden her den Gipfel des Piz Russein erklimmst. 

Noch etwas zum Bifertenfirn: Dieser sieht zwar auf den ersten Blick relativ zahm aus, ist jedoch mit einigen fiesen Spalten gespickt, zudem ist er so steil, dass bei einem Sturz oft eine längere Rutschpartie folgt. Aus diesem Grund empfehle ich dringen, diesen mit der entsprechenden Ausrüstung zu begehen.

Der Weg zurück erfolgt am Besten auf der selben Strecke, über den Gletscher gibt es nicht allzu viele Varianten, da er mit Spalten durchzogen ist.

Übrigens: Im Winterhalbjahr wird er oft auch von Skitourengängern begangen und im Mai/Juni ebenfalls von Schneeschuhgehern.