Wildstrubel

3'244m

Auf der Iffigenalp beginnt das Abenteuer - um hierher zu kommen musst du allerdings die beschränkten Fahrzeiten der Bergstrasse beachten. 
 

Die letzten 3 km auf die Iffigenalp sind im Einbahnverkehr geregelt.
Immer XX:30 – XX:45 = Bergfahrt (Beispiel 13:30 - 13:45)
Immer XX:00 – XX:15 = Talfahrt (Beispiel 13:00 - 13:15)

Der Aufstieg zu den Rawilseeleni ist sehr abwechslungsreich aber schon mit etlichen Höhenmetern gespickt (900hm). Manchmal etwas deprimierend - verläuft hier doch eine Bergbahn über die Köpfe, welche jedoch nur dem Militär vorbehalten ist.

Ab hier wird der Weg nun einsamer, es geht zum Tierbergsattel (2'653m) und von da dann (leider) bergabwärts zum Rezligletscherseeli (2'265m).

Von dem See aus gibt's nun nur noch eine Richtung zum Gipfel, nämlich aufwärts. Über den nur ab und zu mit Steinmännern gekennzeichneten Weg geht's bis zur Felsnase auf 3'021m.  Dann in nordwestlicher Richtung bis zum Gipfel.

Dieser ist für mich ein wenig enttäuschen, kein felsiger Gipfel, sondern eine Kuppe mit Schotter und kleineren Felsblöcken belegt - was jedoch der fantastischen Rundsicht keinen Abbruch tut.
Richtung Südosten - wiederum nicht markiert -  geht's den 'Grat' entlang dem Chli Schneehore zu. Immer auf dem Grat, je nach Gelände, mal ein wenig links oder rechts ausweichend erreicht man das Schneehore und auch das Rothorn. Noch in westlicher Richtung dem Grat folgend verlässt man diesen rechter Hand, wenn einem die Stelle gut erscheint um auf der nördlichen Seite den Gletschersee zu passieren.

Die folgende Gletscherquerung sollte man nur machen, wenn entweder der Schnee noch tragfähig ist oder der Gletscher gut ausgeapert ist und die Spalten auch zu sehen sind - ja es hat Spalten und Gletschermühlen in Eis!

Immer in Richtung Westen bis nördlich des Pointe de Vatseret überquert man den Gletscher - was bei Top Bedingungen ab 1h+ zu schaffen ist, kann auch mal 3h und mehr dauern.

Bei Zeit, Kraftreserven und Lust noch einen Abstecher aufs Wisshore oder direkt zur SAC Wildstrubelhütte um sich mal wieder etwas Warmes zu gönnen ist auch angesagt.

Der folgende Abstieg, auch wenn es nur abwärts geht, zehrt nochmals an den Kraftreserven - 1'400m, und dann ist es geschafft und man erreicht den Ausgangspunkt auf der Iffigenalp.

 

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