Piz Arina

2'828m

Vnà, die kleine Gemeinde im östlichen Unterengadin ist Ausgangspunkt für die Tour auf den Piz Arina. 

 

Über diverse Alpstrassen und Alpwege geht man hoch bis zur Alp Marangun, welche um diese Jahreszeit noch im Winterschlaf liegt. Das Gras ist noch kurz und überall liegen vereinzelt Schneeresten. Eine Vorahnung beschleicht uns, und wir begreifen, dass nicht die frühe Uhrzeit, sonder der lange Winter schuld sind an dieser 'Touristenlosigkeit' - ist doch der Piz Arina zu normaler Zeit gut begangen. Dies jedoch vorwiegend über den einfacheren Aufstieg von Osten her.

 

Über mehere kleinere und grössere Schneefelder gehts durch das Val Ruinains bergan und bald erreicht man die Fuorcla Pradatsch. Hier dann dem Grat folgend zum Einstieg in den Gipfelaufbau.
Von weitem sieht dieser arg schwierig aus, was sich beim Näherkommen einiges relativiert. Die Schwierigkeit ist es, durch das mit Schnee und Eis gefüllte Couloir hochzukommen. Die gut gemeinten Sicherungsketten sind leider nur Kosmetik, sind diese doch zu dünn dimensioniert um sich zum einen gscheit festhalten zu können und zum andern mit 6mm Bolzenanker im Fels festgemacht - diese Anker sind zwar neu, aber teilweise schon wieder herausgerissen. So vertrauen wir unseren eigenen Fähigkeiten und kraxeln ohne diese Hilfsmittel hoch.
Nach den ersten 50 Höhenmetern geht dann das Gelände schon in den flacheren Gipfelaufbau über und wir erreichen das Kreuz.

Der Rückweg erfolgt dann über die Ostseite, wo wir doch noch 3 einsamen Wandern begegnen, welche wohl auch noch auf den Gipfel 'stürmen' möchten.

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Als eigentliche Schlüsselstelle erweist sich der Einstieg zum Gipfelaufbau. Dieser ist noch tief mit Schnee und Eis angefüllt.